
Kino-News: Neuer «Lord of the Rings»-Film in Arbeit
Weil die neue Amazon-Serie nicht genug ist: Filmstudio New Line Cinema kündigt einen neuen «Lord of the Rings»-Film fürs Kino an. Keinen Live-Action-Streifen, sondern einen animierten Film über Helm Hammerhand, den neunten König Rohans.
Das gesamte berittene Heer von Rohan – sie nennen sich «Rohirrim», also Pferdeherren – sammelt sich auf den Feldern des Pelennors. Über 6000 Reiter, angeführt vom stolzen König Théoden, blicken dem sicheren Tod entgegen.
«Auf! Auf, ihr Reiter Théodens», ruft der König seinem Heer entgegen, «Reitet! Reitet nun zur Vernichtung – und zum Ende der Welt. Tod!»
Für die Reiter Rohans wird es der letzte Ritt sein...
… aber was für einer.
Jetzt bekommen die Rohirrim ihren eigenen Kinofilm. Das haben Warner Bros. und New Line Cinema in einer gemeinsamen Pressemitteilung bestätigt.
Ohne Peter Jackson – aber mit Philippa Boyens
Der neue Film, «The War of the Rohirrim», wird allerdings kein Live-Action-Film, sondern ein Animationsfilm sein. Die Geschichte dreht sich dabei um eine der berüchtigsten und legendärsten Figuren in J.R.R. Tolkiens Mittelerde: Helm Hammerhand, den neunten König von Rohan. Der hat 250 Jahre vor den Abenteuern von Frodo und den Gefährten regiert.

Inszeniert wird «The War of the Rohirrim» nicht von Peter Jackson, sondern vom Japaner Kenji Kamiyama, auch bekannt für Animes wie «Eden of the East» und «Ghost in the Shell: Solid State Society». Kamiyama war vor seiner Regiekarriere als Animator bei Klassikern wie «Jin-Roh» oder «Akira» beteiligt. Darum meine ich, dass der neue «Lord of the Rings»-Film ein Anime wird. Bestätigt ist das aber nicht.
Fürs Drehbuch zeichnen sich Jeffrey Addiss und Will Matthews verantwortlich. Das Duo hat zuletzt bei der gefeierten Netflix-Serie «The Dark Crystal: Age of Resistance» mitgearbeitet. Unterstützung erhalten sie von Philippa Boyens, anno dazumals Co-Autorin bei allen drei «Lord of the Rings»-Filmen und für den dritten Teil, «The Return of the King», gar oscarprämiert.
Viel mehr Details sind noch nicht bekannt. Auch kein Kino-Release. Allerdings soll das Voice Casting in vollem Gange sein. Und wer sich ein wenig mit Tolkiens Welt auskennt, weiss, dass der Animationsfilm eine grossartige Geschichte zu erzählen hat.
Darum geht’s: Der Krieg der Rohirrim
250 Jahre vor dem letzten Ritt der Rohirrim ist Helm Hammerhand der neunte König Rohans. Er gilt als grimmig, aber auch äusserst stark. Darum sein Beiname – Hammerhand. Als er gegen die Dunländer die Schlacht an den Isenfurten verliert, zieht er sich und das Volk der Rohirrim den Winter über in die Hornburg zurück – der grössten Festung Rohans, einst gebaut von den Menschen des Westens, den Númenórern.

Quelle: New Line Cinema
Schwere Schneestürme fegen über die Festung. Bedeckten das ganze Land fast fünf Monate mit einer schier undurchdringlichen Schneedecke. Freund, Feind und Vieh, die die Burg belagern, leiden schwerste Not. Sterben. Verhungern. Verenden. Aber die Hornburg hält.
Eines Nachts, vor Hunger und Kälte beinahe in den Wahnsinn getrieben, verlässt Helm die Festung. Wie ein Schneetroll stampft er durch die Feinde. Metzelt sie nieder. Mit blossen Händen. Am Morgen wird er tot, aber aufrecht auf dem Wall stehend, gefunden. Seine Knie sind ungebeugt. Die Belagerung ist vorüber. Die Festung bekommt ihren Namen.
Helms Deep.
Da gibt’s noch mehr «Lord of the Rings»
Die Legende des Helm Hammerhands ist in Tolkiens Anhängen zu den «Lord of the Rings»-Büchern nur grob abgesteckt. Entsprechend soll der Animationsfilm viele neue, unbekannte Details enthüllen. Ebenfalls neue Details wird die hoffentlich bald kommende Amazon-«Herr der Ringe»-Serie enthüllen – die wohl teuerste Serie, die je fürs Fernsehen produziert worden ist.
Die Geschichte der Amazon-Serie wird zwar auch in Peter Jacksons «Lord of the Rings»-Film-Universum spielen – so wie «The War of the Rohirrim» –, aber inhaltlich nichts mit dem Animationsfilm zu tun haben. Schliesslich spielt die auf fünf Staffeln ausgelegte Serie tausende von Jahren vor «The Lord of the Rings» und erzählt von Saurons Aufstieg und Númenors Untergang.
Voilà. Zeit für etwas Langgrundblatt. Oder doch lieber Alter Tobi?
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Abenteuer in der Natur zu erleben und mit Sport an meine Grenzen zu gehen, bis der eigene Puls zum Beat wird — das ist meine Komfortzone. Zum Ausgleich geniesse ich auch die ruhigen Momente mit einem guten Buch über gefährliche Intrigen und finstere Königsmörder. Manchmal schwärme ich für Filmmusik, minutenlang. Hängt wohl mit meiner ausgeprägten Leidenschaft fürs Kino zusammen. Was ich immer schon sagen wollte: «Ich bin Groot.»